Historisches aus Thale

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Hier habe ich ein Leckerbissen aus dem Jahr 1925 bekommen. Das Thalenser Tageblatt.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Harald Krause und seinem Sohn bedanken, die mir das Material zur Verfügung gestellt haben. Bitte klicken Sie auf die Bilder, um sie zu vergrößern.

Vielen Dank.

 

Danke an Harald Krause 

 

 

 

Danke an Harald Krause 

 

 

 

Pförtner 2 um 1970:

 

 

 

Pförtner 1 um 1970:

 

 

 

Bahnhof Thale um 1970:

Danke an Harald Krause 

 

 

 

Hochwasser in Thale im Jahr 1925 und 1994: (Quelle: MDR) 

 

 

 

 

Altes Rathaus - Dezember 2010:

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Die Eingangshalle erinnert an den Glanz vergangener Zeiten:
Das alte Rathaus in Thale
(früher: Hotel "Zehnpfund")

VON MAIKE KÖNIG, 22.12.10, 16:57h, aktualisiert 22.12.10, 19:05h (Quelle: MZ)

THALE/MZ. Es scheint als liege das Haus in einem tiefen Winterschlaf. Das Dach ist vom Schnee bedeckt, Fenster und Türen sind verschlossen. Nichts regt sich mehr im alten Rathaus in Thale. Bereits seit sieben Jahren steht das imposante Gebäude in der Theodor-Nolte-Straße nun weitgehend leer. Einige der Räume werden noch als Lager genutzt, ab und an wurde der große Saal für Veranstaltungen benötigt. Mittlerweile werden auch dafür andere Orte bevorzugt. Außer bei Sonderstadtführungen wird das Haus nicht mehr betreten. Wie sieht es also heute aus in dem Gebäude, das einst Gäste aus ganz Europa ins Bodetal lockte?

Das Türschloss klemmt ein wenig, doch nach energischem Rütteln mit dem Schlüssel gibt es schließlich den Weg frei in die Eingangshalle des Gebäudes, das seit 1863 das Stadtbild Thales prägt. Ein Jahr zuvor hatte das damalige Dorf am Bodetal einen Eisenbahnanschluss erhalten, was die Entwicklung Thales zu einem bedeutenden Industriestandort beschleunigte. Doch auch für Urlauber war der Ort am Harz über die Staatsbahntrasse Berlin-Magdeburg-Thale gut zu erreichen und wurde zu einem beliebten Kur-und Fremdenverkehrsziel. Als Reaktion auf diese Entwicklung eröffnete am 1. April 1863 unweit des Bahnhofs das für die damalige Zeit größte Fremdenverkehrshotel Europas. Im Auftrag der "Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn" erbaut, verfügte das Hotel "Zehnpfund" über 150 Zimmer und erlangte schnell Weltruf. "Ein solches Riesenhotel in einer kleinen Gemeinde wie Thale zu errichten, ist schon sehr außergewöhnlich und hat den Ort in weiten Teilen des Landes bekannt gemacht", erklärt Manfred Mittelstaedt, in dessen Buch "Thale am Harz" sich auch einige Aufnahmen des Hotels "Zehnpfund" finden lassen. Gerade im Sommer lockte dieses hohe Gäste aus ganz Europa nach Thale, die von der Veranda des Hauses den Blick auf die Roßtrappe genossen. Unter ihnen war auch der Schriftsteller Theodor Fontane, der dem Hotel und dem Ort in seinem Roman "Cécile" ein literarisches Denkmal setzte. Auch das Vorbild für seine Romanfigur "Effi Briest" entdeckte er auf dem Balkon des Hotels "Zehnpfund".

Heute ist von der prunkvollen Ausstattung des Hauses aus den Tagen Fontanes kaum noch etwas zu erkennen. Nur einige Räume erinnern noch an den Glanz vergangener Zeiten. So zum Beispiel der reich mit Stuck verzierte große Saal im Obergeschoss des Mittelflügels, der zur Zeit des Hotels als Speisesaal diente. Im Treppenhaus fällt der Blick auf ein Jugendstilfenster, dessen bunte Bleiverglasung im Sonnenlicht schimmert. Nach wie vor bedeckt ein gemusterter Terazzoboden den durch gusseiserne Säulen gegliederten Eingangsbereich. Während hier jedoch zur Blütezeit des Hotels die gutbetuchten Gäste eintraten, lassen sich heute bereits einige Spuren des Verfalls erkennen. Staub und Schutt bedeckt an einigen Stellen die Musterung des Bodens, altes Papier liegt herum, die Farbe blättert von den Wänden. Auch im oberen Stockwerk sieht es ähnlich aus. Durch lange und kalte Gänge gelangt man in türlose Zimmer, die bis auf ein paar am Boden liegende Kabel komplett leer sind. In die bei Theodor Fontane und den anderen Gästen so beliebte Veranda hat es hineingeschneit, einige ihrer Fenster sind behelfsmäßig mit Brettern verschlossen. Dunkel, kalt und trostlos präsentiert sich das Obergeschoss des einstigen Prunkhotels heute.

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte dessen Niedergang begonnen. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs war das Hotel zu einem Reservelazarett für Kriegsverwundete umfunktioniert worden. Auch nach Ende des Krieges wurde der Hotelbetrieb nicht wieder aufgenommen. Der Reiseboom ins Bodetal hatte sich gelegt. Seit dem 1. Mai 1921 diente das Haus der Kommunalverwaltung in Thale als zentrales Verwaltungsgebäude, das unter anderem auch die Ortskrankenkasse und die Stadtsparkasse beherbergte. Bis ins Jahr 2003 wurde das Gebäude so als Rathaus der Stadt Thale genutzt. "Seitdem suchen wir nach Investoren, die das ehemalige Hotel wieder touristisch nutzbar machen sollen", erklärt der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Thale, Guido Bloßfeld. Bislang verlief diese Suche jedoch erfolglos, so dass das Haus weiterhin auf einen Retter wartet, der es aus seinem jahrelangen Schlaf reißt und ihm wieder zu neuem Glanz verhilft.

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Sprengung Sozialgebäude EHW Thale Pförtner1, 29. 07. 1992:  

 

 

Finkenmanöver in Thale am Harz in den siebziger Jahren. (Quelle: MDR) :  

 

 

Schornsteinsprengung Thale Nord am 1.7. 1992:  

 

 

Sessellift und Seilbahn Thale 1983: 

 

 

EHW Thale (Hütte) 1948: 

 

 

 

 

Seilbahn damals

   
   

 

   
Hotel Zehnpfund 1921  
   
Bahnabschnitt Blankenburg-Timmenrode 1958

Danke an Harald Krause
 
   
Bahnhof Thale Nord 1980

Danke an Harald Krause 
   

 

 

 

Der Aufbau des Thale Center Nov/Dez. 2005

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Das alte, ehemalige "Klubhaus der Hüttenarbeiter" mit dem Klubhauspark. Im Mai 2005.

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